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Der Natur

Terschelling ist bekannt wegen seiner prächtigen und vor allem abwechslungsreichen Natur und Naturgebiete. Die Naturgebiete von Terschelling werden größtenteils verwaltet durch staatliche Forstverwaltung, dem staatlichen Forstamt. Weiter unten auf dieser Seite können Sie mehr Information über diese Naturgebiete finden.

Vielseitige Natur

Das meist besondere ist, dass es hier auf der Insel sehr abwechslungsreiche Landschaften gibt. Und das auf weniger als 60 km2! So kommen Sie per Fahrrad innerhalb einer Viertelstunde durch Wald, Dünen, Heide und Polderlandschaft. Und steigen Sie zwischendurch mal ab, dann können Sie zum riesigen Strand von Terschelling, um so herrlich mit einer Wanderung sich durchlüften zu lassen oder eine leckere Tasse Kaffee in einem der Strandpavillions zu trinken.

Mit einer Exkursion die Natur entdecken

Bekannte Naturgebiete von Terschelling sind der Boschplaat im Osten der Insel, der Koegelwieck in Lies und der Noordsvaarder / die Kroonpolders in West-Terschelling. Sie können diese Gebiete selber entdecken, mit Ausnahme des Boschplaat während einer gewissen Periode im Sommer, wenn ein Teil nicht zugänglich ist im Zusammenhang mit Ruhe für brütende Vögel.

Wohl gibt es verschiedene Exkursionen zu diesen Gebieten. So können Sie am besten mit dem Planwagen den Boschplaat entdecken. In Zusammenarbeit mit Staatsbosbeheer können Sie an verschiedenen sehr lehrreichen Exkursionen teilnehmen, sowohl jung als auch alt!

Welterbe Wattenmeer

Dieses besondere Stückchen Welt verdient spezielle Aufmerksamkeit. Die See entblößt zweimal innert 24 Stunden ihren Boden, und das in einem so großen Maße, was einzigartig ist auf der Welt. Darum hat UNESCO dieses Gebiet, welches sich von Texel bis hin zu den Dänischen Watteninseln ausstreckt, zum Welterbe ernannt. Das ist etwas, worauf wir stolz sein dürfen!

Das Welterbe betrifft das "nasse" Watt, nicht die Inseln. Es ist die Wiege für Millionen Zugvögel. Und es ist, in der Überquerung der Sahara von Nord nach Süd, der einzige Ruheplatz mit einer Art riesigen Snackbar. Nun, dann hätten wir auch großen Appetit! Ohne das Wattengebiet hätten die Zugvögel ein akutes Pausenproblem während ihrer langen Reise. (Film anschauen)

Es gibt tolle Exkursionen von Terschelling aus aufs Watt. So bietet Flang in de Pan een Gemeine Herzmuschel und Auster Exkursion, wobei Sie die gefundenen Seefrüchte gleich im Kochstudio zubereiten lernen und danach aufessen dürfen. Die "Waddenvereniging" bietet während des Sommers auch Wattexkursionen an.

 

 

Hee

De kooibosjes

Beim Gehöft Hee befinden sich die Kooibosjes, verwaltet durch Staatsbosbeheer. Der Name stammt wahrscheinlich ab von der Entenkoje (eendenkooi), die sich hier einmal befand. Das Gebiet ist ca. 2,5 ha groß und besteht aus nassen, mageren Wiesen umsäumt von Erlenhägen. In früheren Zeiten wurden diese nassen und nährstoffarmen Gebiete genutzt als Heuland und wurden Mieden genannt. Diese Wiesen äußern sich durch einen großen Pflanzen- und Kräuterreichtum. Auf Terschelling sind die Kooibosjes die einzigen übriggebliebenen Mieden.

Die Wiesen werden einmal im Jahr gemäht und es blühen hier besonder Pflanzenarten, worunter:

Geflecktes Knabenkraut (Dactylorhiza maculata), Sumpf-Veilchen (Viola palustris), Fieberklee (Menyanthes trifoliata), Igel-Segge (Carex echinata), u.a.

Sie finden die Kooibosjes rechts vom Fahrradweg kurz nach dem Camping De Kooi.

Lies

De Koegelwieck

Nördlich von Lies liegt die Koegelwieck, das größte sekundäre Dünental von Terschelling, entstanden im 19. Jahrhundert während einer längeren Periode von Sandverwehung auf der Insel.

Die Koegelwieck besitzt einen enormen Pflanzenreichtum und ist daher eine geschütztes Naturgebiet. Trotzdem führen ein paar Wanderwege mitten durch dieses quetschbare Gebiet, so dass Sie dieses schöne Stückchen Terschelling voll genießen können.

Im Winter bleibt hier sehr viel Wasser stehen (erhöhter Grundwasserspiegel durch Regenfall), so dass die Pfade nicht mehr begehbar sind. Manchmal steht auch der benachbarte Wald teilweise unter Wasser, so tief, dass auch die Terschellinger Survival-Teilnehmer schwerlich durchkommen.

Oosterend

Naturreservat "de Boschplaat"

Der östliche Teil der Insel besteht aus dem einzigartigen Naturreservat "de Boschplaat" mit hohen Dünen, Sandflächen, Salzwiesen, Feuchtgebieten und einem Wald, der ganz von selbst entstanden ist: der "Berkenvallei".

Seit 1970 ist dieses prächtige Gebiet ein Europäisches Naturreservat. Hier wachsen allerlei seltene Wildpflanzen und hier lebt auch eine enorm Anzahl verschiedener Vögel. Zum Beispiel brüten hier mehrere Kolonien des Löfflers, der Fluss-Seeschwalbe und verschiedener Möwenarten.

Vogelwarte halten in der Brutsaison Wache über diese Kolonien, um den Vögeln die dringend benötigte Ruhe zu verschaffen, und in manchen Teilen werden zwischen 15. März und 15. August keine Besucher zugelassen (verboden toegang).

Auch außerhalb der Brutsaison sind viele Vögel zu beobachten: vor allem Wattvögel, die bei Ebbe Futter suchen. Durch die staatliche Forstverwaltung (staatsbosbeheer) werden regelmäßig Exkursionen in dieses besondere Gebiet organisiert.

Stuivende duinen Plak van 17

Staatsbosbeheer will durch die Dynamik und den Einfluss von Wind und See die Pflanzen- und Tierdiversität erhöhen. Zwischen Paal 16 und 20 lässt die Forstverwaltung die Sandverwehung wieder zu, ohne die Dünen zu verfestigen.

Eine Folge davon ist, dass die Dünenreihe breiter wird und an manchen Stellen auch höher. Die stramme Dünenreihe entlang des Strandes ist stellenweise verändert in ein abwechslungsreiches Dünengebiet mit ausgestreckten Sandverwehungen und niedrigen und hohen Dünen.

West aan Zee

Eldorado

Naturgebiet nördlich des Fahrradwegs Longway auf der Höhe von Paal 7. Staatsbosbeheer hat durch Abplaggen die seichten Gewässer wieder hergestellt. In diesem Gebiet grasen Galloways und Dartmoor Ponys. Hier kann man auch diverse Vögel beobachten.

West-Terschelling

Doodemanskisten

Doodemanskisten ist ein Dünengewässer nördlich des Dorfes West-Terschelling. Über die Herkunft des Namens gibt es diverse Geschichten. Zu Beginn eine Sage über eine im Schloss wohnende Prinzessin, die die Leichen von Schiffsbrüchigen in Totenkisten begraben ließ im trockengelegten Schlossgraben.

Zusammen mit dem früheren Förstershäuschen bildet Doodemanskisten ein schönes, stilles Plätzchen im Wald. Im Winter, mit Schnee und Eis ist es hier malerisch.

Buiten de Kom
West Terschelling

Griltjeplak

Der Griltjeplak ist ein großes, nasses Dünental. Es ist ein Teil des Noordvaarders.

Dünentäler werden angedeutet mit dem Namen "Plak". Der Terschellinger Name Griltje bedeutet Seeregenpfeifer (strandplevier). Griltjeplak ist also das Tal der Seeregenpfeifer.

Dies ist ein Vogel, der gerne auf kahlen Strandflächen brütet. Viel früher ist Griltjeplak so eine Strandfläche gewesen. Dieser Plak ist entstanden, als eine neue Dünenreihe das Gebiet abriegelte von der Nordsee. Nun ist Griltjeplak bewachsen und der Seeregenpfeifer brütet schon lange nicht mehr. Nur noch der Name erinnert an ihn.

Kroonpolders

Der Name "Kroonpolders" lässt irrtümlicherweise vermuten, dass es sich hier um eine Polderlandschaft handelt. Aber es geht hier um einen Teil des Naturgebietes "De Noordsvaarder" und dieser besteht aus prächtigen Dünensenken mit Heide und einer reicher Vegetation.

Die Dünensenken sind meist feucht, wodurch sich sogar die Cranberrypflanze erfolgreich niederlassen konnte. Manchmal ist die Dünensenke tief genug, so dass darin Wasser stehen bleibt und sich ein flaches Gewässer bildet.

Wahrscheinlich der schönste Wanderweg von Terschelling führt vom Fahrradweg her durch diese Kroonpolders zu den großen "Stuifduinen" (Wanderdünen). Einmal die Dünen bestiegen, werden Sie belohnt mit einem prächtigen Panorama über dieses wunderschöne Gebiet. Herrlich an der Südseite der Dünen die Sonne genießen, geschützt gegen den Wind, der häufig aus dem Westen weht. Und wenn Sie sich hier oben umdrehen, 20 m über dem NAP, und mit dem Kopf hochgereckt über die Dünen Richtung Westen schauen, sehen Sie die besonders schöne Terschellinger Küstlinie. In der Ferne die Nachbarinsel Vlieland, und dazwischen die Nordsee mit der prächtigen Brandung, welche durch den straffen Wind chancenlos auf den Noordergronden zerschellt...

Noordsvaarder

Der Noordsvaarder, eines der schönsten und meist diversen Naturgebiete von Terschelling, umfasst die Strandfläche an der Westseite von Terschelling und das ganze Dünengebiet nördlich des Fahrradweges nach Paal 8.

Es war zuerst eine separate Sandplatte, aber im 19. Jahrhundert wuchs der Noordsvaarder an Terschelling fest. Er umfasst feuchte Senken, stäubende Dünen und ausgestreckte Sandflächen.

Hier kommen diverse seltene Pflanzen vor, wie zum Beispiel die Glanzorchis (Sumpf-Glanzkraut), das Studentenröschen (Sumpf-Herzblatt), Schwarzes Kopfried (Kopfbinse) und das Fleischfarbene Knabenkraut (Steifblättrige Knabenkraut). Vorkommende Brutvögel sind der Säbelschnäbler, der Seeregenpfeifer, der Sandregenpfeifer, der Große Brachvogel, die Rohrweihe und die Kornweihe. Der Noordsvaarder ist zu erreichen, wenn Sie bei West-Terschelling über den Strand des Noordsvaarders gehen. Es gibt nicht viele Pfade und die existierenden Pfade sind in nassen Perioden schwer zugänglich.

Bis 1996 tat ein Teil des Gebiets Dienst als militärisches Übungsterrain für die Luftwaffe.

Nordseestrand

Der Nordseestrand von Terschelling ist berühmt vor allem wegen seiner gigantischen Breite. Manchmal ist es auch ein Luxusproblem, wenn man denkt den Strand erreicht zu haben, und sich dann realisiert, dass man den Strandwagen noch ganze 500 m durch den trockenen Sand bis zur Wasserlinie ziehen muss!

Aber das hat unsere Sommergäste noch nie entmutigt. Diese "Badgasten", wie sie durch die Einheimischen genannt werden, genießen diesen herrlichen Strand, weil man hier noch ein tolles Plätzchen aussuchen kann, ohne es erkämpfen zu müssen. Und das schönste dabei ist: der Strand ist immer ganz nahe, denn die Insel ist maximal 4 km breit, also ein Stauproblem kennen wir hier nicht auf Terschelling!

Aber aufgepasst: im Winter rasen Stürme über die Insel und das Wetter ist nichts für Warmduscher. Dann kommt die Nordsee unter bestimmten Umständen und mit dem richtigen Wind (z.B. Nordwest Windstärke 8 und mehr) und Springflut bis zum Dünenrand.Der 500 m breite Strand ist dann ganz verschwunden.

Paal 3

Der Pfad zum Paal 3 ist schön und ab und zu schmal; er führt zwischen hohen Sträuchern durch und plötzlich vernimmt man die See, ohne dass man sie sehen kann.
Erst wenn Sie links abbiegen und auf die Düne steigen ("de Witte Kop"), haben Sie eine gewaltige Aussicht.

Sie können das zu ihren Füßen liegende Seelein bewunderen, und auf der anderen Seite, über das Dünental ausschauend, die Nachbarinsel Vlieland sehen.

Unesco Wereld Erfgoed Waddenzee

Der Weg nach Terschelling führt über das Wattenmeer, ein Gebiet mit einer einzigartigen Landschaft und ausserordentlichen Natur.

Zwei Mal innerhalb 24 Stunden strömt aus der Nordsee salziges Meerwasser herein, und genau so oft fallen bei Ebbe große Teile des Watts vollständig trocken. Auf diese Weise entstehen Wattbänke, die durch mehr oder weniger tiefe Priele und Seegatten gescheiden werden. Das altgermanische Wort geht zurück auf das lateinische Wort vadum und bedeutet "Stelle, die sich durchwaten läßt".

Das untiefe und relativ warme Wasser des Wattenmeers formt für viele Pflanzen und Tiere einen idealen Lebensraum. Robben gebären ihre Jungen, Fische laichen und Zugvögel benützen das Watt als Rastplatz und Nahrungsquelle. Wegen des besonderen Charakters dieses Gebiets hat die UNESCO das Wattenmeer in Juni 2009 auf die Liste der Weltnaturerbe gesetzt.

Van Hunenplak

Van Hunenplak ist ein Dünengewässer mit Geschichte. Besondere Pflanzenarten drohten auszusterben bei der Säuberung von Doodemanskisten in der 50er Jahren des 20. Jahrhunderts. Der damalige Förster Van Hunen wollte diese Arten beschützen und ließ ein niedriges Dünental abplaggen und ausgraben, so dass ein neues Dünenseelein entstand. Hierhin brachte er die Seltenheiten. Zum Beispiel können Sie hier auch den Sonnentau finden.
Van Hunenplak liegt im Wald entlang des Fahrradwegs von der Sportlaan beim Schwimmbad in Richtung Bessenschuur.