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Sehenswürdigkeiten

Die Sehenswürdigkeiten von Terschelling sind kaum zu zählen. Nicht, weil sie nicht existieren, aber ... wo muss man beginnen? Wir haben eine Anzahl davon ausgesucht um Sie auf Ideen zu bringen. Haben Sie noch Ergänzungen zu unserer Liste? Wir hören es gerne!

Baaiduinen

Stryper Wyfke

In einem Zeitraum von rund 130 Jahren (1652-1784) haben sich vier Kriege abgespielt zwischen den Niederlanden und England, wobei es um die Vorherrschaft auf See ging.

Am 19. August 1666 wurde die in der Vlie (Fahrroute zwischen Flevoland Richtung Nordsee) anwesenden Niederländische Flotte durch die Engländer beinahe vollständig niedergebrannt. Das genügte ihnen nicht und sie beschlossen, auch Terschelling einen Besuch abzustatten. Weniger als 10% der Gebäude in West-Terschelling überlebten die Feuersbrunst. Darunter waren der Brandaris und die 1663 fertiggestellte Westerkerk.

Es wird erzählt, dass eine Kompanie Engländer weiter ostwärts gezogen war, um die anderen Dörfer auf Terschelling zu brandschatzen. Durch die Wetterumstände bedingt konnten die Engländer auf der Höhe von Baaiduinen nicht gut sehen, was die stehenden Figuren in der Ferne waren. Sie fragten ein altes Weiblein, das in die Richtung von Stryp wies und mit den (hier auf der Insel) berühmten Worten antwortete: "Dort stehen sie zu Hunderten und liegen sie zu Tausenden". Sie meinte damit die Grabsteine des Stryper Kirchhofes. Darüber erschraken die Engländer so sehr, dass sie rechtsumkehrt machten. Damit rettete das Stryper Weiblein die übrigen Dörfer und Weiler der Insel.

Baaiduinen

Formerum

Die einzige Mühle, die Terschelling noch reich ist, steht seit 1876 in Formerum. Bei Ankunft an dieser Stelle war sie schon 40 Jahre alt. Sie wurde nämlich 1836 gebaut am östlichen Ende van Dellewal in West-Terschelling. Terschelling hatte mehrere Windmühlen, die erste stammte aus dem Jahre 1612. Aber durch Brand und Landabschlag durch das Wasser sind diese Mühlen (im wahrsten Sinne des Wortes) untergegangen. Nach dem Verschwinden des Weizenanbaus auf Terschelling nach dem Zweiten Weltkrieg, war die Mühle überflüssig geworden. Glücklicherweise kaufte eine Privatperson die Mühle bevor sie verfiel und nach einer gründlichen Renovation 1968 festigte er ein Café darin. Die Mühe eines Besuches lohnt sich ganz sicher.

Formerum 6
8894 KE Formerum

Willem Barentsz

In Formerum ist einer der berühmtesten Terschellinger in Stein verewigt. Es handelt sich um den Entdeckungsreisenden und Kartografen Willem Barentsz, der mit seiner Bemannung 1596-1597 auf Nova Zembla überwinterte. Leider ist Willem Barentsz selber bei diesem riskanten Abenteuer ums Leben gekommen. Im Museum Het Behouden Huys, genannt nach der Hütte, welche die Männer auf Nova Zembla gebaut hatten, ist die ganze Geschichte von Willem Barentsz und seiner Männer ausführlich dargestellt und auch im Buch "Sporen in het Zand" steht die Geschichte beschrieben.

Formerum

Hee

Ausblick Arjensduin

Die Arjensdüne ist einer Sandverwehung ausgesetzt gewesen. Im 19. Jahrhundert wandert sie ein ganzes Stück und bedeckt einige Ländereien. Als der Bauernhof "De Kooi" droht begraben zu werden, wird er 1885 abgebrochen.
Der Name "De Kooi" deutet auf die Entenkojen, die in diesem Gebiet gelegen haben. 1930 wurde beschlossen, auf der Düne und um sie herum Bäume zu pflanzen um eine weitere Verwehung zu unterbinden. Inzwischen sind die Bäume wieder geschlagen und ist die Arjensdüne mit Strandhafer (Helm) bewachsen.
Vom Aussichtspunkt auf der Düne aus schauen Sie aus über die Dünen von Terschelling. Von der Dünenspitze haben Sie eine prächtige Aussicht über das Duinmeertje von Hee, die Campings und Hee.
Die Arjensdüne liegt aus westlicher Richtung kommend hinter dem Duinmeertje von Hee. Wenn Sie den Fahrradweg entlang dem Düneninnenrand nehmen von Halfweg aus, dann kommen Sie entlang einigen Campings. Das Duinmeertje mit im Hintergrund die Arjensdüne sehen Sie dann vor sich liegen.

Über diese Düne führt eine Wanderroute mit Aussicht auf das Duinmeertje.

Duinweg Hee
Hee

Hoorn

Sint Jans Kirche

Die Sint Janskirche ist eines der ältesten Bauwerke der Insel, und steht im Dorf Hoorn.Das Gebäude datiert aus dem 13. Jahrhundert. In 1230 war schon Sprache vom Bau einer Kapelle an dieser Stelle. Es ist eine einschiffige Kirche mit einem kleinen, aber schweren Turm an der Westseite. Rund um die Kirsche ist ein Friedhof, wo noch immer Begräbnisse stattfinden.Zwischen 1963 und 1969 wurde die Kirche restauriert. Im Raum unter dem Turm sind Gegenstände wie z.B. Münzen und Gebäudefragmente zu besichtigen, die während der Restauration im Boden gefunden wurden. Die Kirche ist ein Staatsmonument.De kerk wordt gebruikt voor kerkdiensten van de Hervormde gemeente Oost Terschelling en voor bruiloften, concerten en rondleidingen. Hoorn-Terschelling

Strandvogtenscheune

Eines der ältesten Gebäude von Hoorn ist die "Strandvonderijschuur" (Strandvogtenscheune), noch beinahe in originalem Zustand. Die Scheune wurde in 1798 gebaut. Früher wurden hier das aufgesammelte Strandgut (jutten) gelagert und bewahrt, bis sich der rechtmäßige Eigentümer meldete. Wenn das nicht geschah, forderte der Jutter meistens den Finder- onder Bergungslohn ein. Gegenwärtig ist es ein Magazin für alle Vereine von Oost-Terschelling.

Hoorn

Midsland

Kirche Midsland

Die Kreuzkirche wurde 1880 gebaut. Der Kirchhof wurde von einem gusseisernem Gitter aus 1866 umschlossen. Die Kirche ist in eklektizistischem Stil mit Neorenaissance-Elemente gebaut nach einem Entwurf von M. Daalder. Die Kirche ist ein staatliches Denkmal. Die Glocke aus 1880 war ein Ersatz für eine Glocke aus 1512, die gegossen war durch Johan van Bremen. Diese Glocke aus 1512 hing bis 2003 in einer Kirche in Schagen, Nord-Holland, aber ist wieder zurück in Midsland. Die Kirchenorgel aus 1896 ist gebaut durch Johan Frederik Kruse und geändert durch Bakker & Timmenga in 1921. Es handelt sich um eine Orgel mit einem Manual und mit Pedalwerk.

Westerburen
Midsland

Stryper kerkhof

Dies ist der älteste Friedhof der Insel. Ausgrabungen haben gezeigt, dass hier schon um 900 n.Chr. Menschen begraben wurden. Auch dass im Lauf der Jahrhunderte hier fünf Kirchen gestanden haben.
Stiftung Ons Schellingerland (SOS) hat die Grundrisse dieser Kirchen mit Pfählen, in Farbe und Form verschieden, markieren lassen. Beim Eingang befindet sich eine Informationstafel.

Midasland

Oosterend

Drenkelingenhuisje

In einem Brief vom Innenminister, mit dem Datum 13. September 1865, wird ein hölzernes Bauwerk auf vier Pfählen bewilligt, als Notunterschlupf für Schiffbrüchige auf dem Boschplaat. Angesichts der vielen Schiffsbrüche, die vor allem hier stattfanden, war das Drenkelingenhuisje notwendig, damit die Überlebenden hier die ersten Stunden Schutz suchen konnten. 1953 wurde das Häuschen schwer beschädigt und drohte unter zu gehen. Die damalige Touristenvereinigung (Terschelling Voruit) fand aber, dass der Unterschlupf noch immer notwendig war und wurde für den Betrag von 1 Gulden Eigentümerin. Das Gebäude wurde durch die Touristenvereinigung gründlich renoviert, aber im Sturm vom 16. Februar 1962 verschwand es dennoch ganz von der Bühne. Das Häuschen wurde auf Initiative vom Kulturhistorischen Verein im Jahr 2000 wieder aufgebaut bei Pfahl 25, komplett mit Wegweiser und Signalbal (wurde durch den Schiffbrüchigen gehißt, wenn er im Häuschen ist). Im Moment sind die Pfahlreste des ursprünglichen Drenkelingenhäuschens wieder sichtbar. Im Winter können Sie den Ort mit dem Strandtaxi oder Strandbus besuchen, oder auch mit einem ausgedehnten Fußmarsch erreichen. Wobei Sie das ganze Stück auch wieder zurückwandern müssen!

Strand Paal 25

Monument Kapitein Rob

In den Dünen beim Boschplaat auf Terschelling, beinahe am Endpunkt des Fahrradwegs, liegt ein Gedenkstein zur Erinnerung an die berühmte Comicstrip von Kapitän Rob und seinem Hund Skip, gezeichnet durch Pieter Kuhn. Die Geschichte spielt sich ab auf Terschelling.

Uitkijkpunt Kaapsdune ter hoogte van De Zeekraal

Die Kaapsdune (Kapsdüne) ist ein großartiger Aussichtspunkt und liegt am Fahrradweg, der den Dünen entlang führt, in der Nähe von Oosterend.
Wenn Sie oben angekommen sind, werden Sie belohnt mit einer gewaltigen Aussicht auf die Dörfer Oosterend und Hoorn, die Polder, das Watt, die Dünen und die Nordsee. Bei klarer Sicht können Sie sogar die Friesische Küste sehen.

Striep

Stryper Dykje

Der Stryperdijk (Deich) ist in der Mitte des 16. Jahrhunderts angelegt und war Teil des Polderdeichs, der Zuiderdykagie genannt wurde. Der Stryperdijk ist ein Wierdeich: ein Erddeich, der an der Seeseite bekleidet ist mit großem Seegras. Seegras formt unter Druck eine harte Masse und wurde deshalb für den Deichbau benutzt. Der Stryperdijk ist an verschiedenen Stellen durchgebrochen.

Vor dem Stryperdijk lag eine großes Stück Deichvorland. Das wurde in 1603 eingedeicht. So entstand die Polder Nieuwland, die auch Stryperpolder genannt wird. Später wurde der Sommerdeich ersetzt durch einen schwereren Winterdeich. Aber weil dieser Deich auch regelmäßig durchbrach, wurde die Polder 1688 wieder der See preisgegeben. Nieuwland wurde wieder zum Deichvorland.

Die Kirchvögte von Ost-Terschelling verpachteten das Gebiet danach als Weideland.

Um dieses kulturhistorisches Erbe für die Zukunft zu bewahren, ist der Stryperdijk in 2013 durch Wetterskip Fryslân an die Stiftung Waterschafserfgoed übergeben. In jenem Jahr ist auch das Profil des Stryperdijks an einigen Stellen wieder hergestellt und ist an einer Stelle auch Pult aufgestellt mit verschiedenen Formen von Steinen für die Deichbekleidung.

Hier ist auch eine Informationstafel aufgestellt mit der Geschichte des Polderdeichs und den verschiedenen Sorten Steinbekleidungen. Das Pult mit den Mustersteinen wurde am Freitagnachmittag, 9. Mai 2014, enthüllt durch Pieter de Haan, Vorsitzender der kulturhistorischen Stiftung "Skylge myn Lântse", Bertus Mulder, Vorsitzer der Stiftung "Waterschapserfgoed", und Deichgraf Paul van Erkelens von Wetterskip Fryslân.

West aan Zee

Victor Westhoff

Prof. Dr. Victor Westhoff, geboren 1916, war einer der einflussreichsten Naturforscher und- schützer in den Niederlanden. Er war davon überzeugt, dass Variationen und Reichtum in der Natur teilweise abhängig waren von menschlicher Bewirtschaftung. Vieler seiner Untersuchungen fanden auf Terschelling statt. Neben dem Boschplaat besuchte er auch verschiedene trockene und nasse Dünengebiete.

Eines der nassen Dünengebiete war die Badhuiskuil (Kuhle) bei West aan Zee. Hier wurden seine Ideen über menschliche Bewirtschaftung ausprobiert. Zu Beginn der Forschung kamen in der Badhuiskuhle viele seltene Pflanzensorten vor. Aber Ende der 80er Jahre waren all diese Sorten verschwunden und beinahe alles überwuchert. 1989 beschloss Staatsbosbeheer (Staatliches Forstamt), die Badhuiskuhle bis auf die kahle Sandschicht hinunter abzugraben. Zehn Jahre später besuchte Westhoff die Badhuiskuhle wieder und fand hier dieselben seltenen Pflanzen von früher wieder vor. Victor Westhoff starb 2001.

Die Badhuiskuhle ist das historische Versuchsfeld für die Naturentwicklung in den Niederlanden, wovon Westhoff der geistige Vater ist. Die Badhuiskuhle ist eine nasse Dünensenke, die seiner Idee folgend wieder renaturiert ist. Mit einem gewaltigen Resultat: verloren geglaubte Pflanzen kamen hier massenhaft zurück, darunter seltsame Pflanzen wie der Europäische Strandling (Wegerichgewächse) und der Fadenenzian. Dies war das große Vorbild für Naturentwicklung, die sich danach auch in die anderen Dünensenken ausbreitete.

Am 18. März 2005 ist bei der Badhuiskuil ein Standbild von Westhoff errichtet, gemacht durch Willem van de Velde. Das Standbild ist auch in sechs anderen Naturgebieten zu besichtigen.

West-Terschelling

Oude begraafplaats achter de Brandaris

Der alte Friedhof hinter dem Brandaris wurde 1829 in Gebrauch genommen. Davor wurden die Verstorbenen unter Grabplatten im Fußboden der Westerkirche oder auf dem Friedhof um diese Kirche hin begraben.
Auf dem intimen Totenacker gibt es rund 500 graue Grabsteine mit schwarzgelackten Schriftzügen und Abbildungen. Viele von ihnen zeigen die Verbundenheit der Terschellinger mit der See und den dramatischen Geschehnissen auf dem Wasser.
Links des Eingangs, entlang der Westseite, befinden sich ein paar Grabsteine, die sogar älter sind als der Friedhof selber und eine Zeit lang über die Insel geschweift waren (zwerfzerk). Laut Bauke Boomstra waren früher Gräber unsorgfältig geräumt worden, wonach die Steine auf Bauernhöfen, in Hinterhöfen oder in den Dünen landeten oder sogar in Trottoirs eingearbeitet wurden, bevor sie schließlich hier ihren festen Platz fanden.
Acht Kreuze mit dem Text "Unbekannt" (onbekend) stehen für die Namenlosen, die auf der Insel angespült wurden, ein Holzkreuz steht für 25 Bürger, die Schlachtopfer des Zweiten Weltkrieges geworden waren.

Seinpaalduin

An der Westseite von West-Terschelling liegt ein hoher Dünengürtel, der das Dorf vor den schweren Weststürmen beschützt.

Der südliche Punkt heißt Seinpaalduin, genannt nach dem Signalmasten, der darauf steht. Dieser Mast gibt mittels verschiedenfarbiger Lampen Informationen über die zu erwartende Windstärke weiter an die Schifffahrt auf dem Wattenmeer. In der Nähe steht das Seinpaalhuisje (Häuschen). Hier wurden früher Funkpeilungen ausgeführt, um den Schiffen mit ihren Positionsbestimmungen zu helfen und die Marine hörte darin den Funkverkehr zwischen den Schiffen ab.

Verschiedene Pfade, zum Teil mit Treppen, führen die Dünen hinauf, wo Sie eine wunderschöne Aussicht über das Dorf West-Terschelling, den Noordsvaarder bis Vlieland und über das Wattenmeer genießen können. Die Farbcodes des Signalmasten und was sie bedeuten, wird erklärt im prächtigen Fahrradtourenführer "Sporen in het Zand", der beim VVV Terschelling erhältlich ist.

West-Terschelling

Alte Scheune Rettungsgesellschaft

In 1904 wurde beim westlichen Hafendam eine hölzerne Scheune gebaut. Diese stand auf Pfählen, mit der Vorderseite auf dem Dam. Davor war eine Gleitrinne angebracht, wodurch die Bemannung der N.Z.H.R.M. (Rettungsgesellschaft) schon in der Scheune in ihr Boot steigen konnten und das Boot via diese Rinne mit einem fliegendem Start lancieren konnten. In der Kom liegt noch stets das (heutige) Rettungsboot "Arie Visser".

Die Scheune steht nicht mehr an der ursprünglichen Stelle, sondern steht nun weiter östlich in der Nähe des Bojenterrains (Fahrwassermarkierung), und dient nun dem Tauchteam "Equador"als Klubhaus. Dies können Sie deutlich sehen an der großen Anzahl aus dem Wasser heraufgeholten Kanonen und Schiffsteilen, die rundum die Scheune schmücken.

Willem Barentszkade
West-Terschelling

alte Seefahrtsschule

Hier steht die erste Terschellinger Seefahrtsschule. Damals, als am 4. Januar 1875 die Terschellinger Seefahrtsausbildung gegründet wurde, stand das Gebäude bereits, es wurde als Grundschule benutzt. Herr K. Prakken aus Dronrijp wurder der erste Direktor der Seefahrtsschule.

Zeevaartschoolstraat 7
8881AN West Terschelling

Beelden uit Zee

Am Sonntag, 25. Januar 1903, fuhr Kapitän Morel mit seinem Schwedischen Dampfschiff "de Otto" aus Göteborg in Richtung Manchester mit einer großen Ladung Granit an Bord. Es herrschte stürmisches Wetter und vor der Küste von Terschelling sank das Schiff. Der Kapitän und der Steuermann kamen ums Leben. Die anderen 17 Männer und 2 Frauen der Schiffsbesatzung wurden gerettet und auf Terschelling an Land gebracht.

Genau 100 Jahre später haben Mitglieder des Terschellinger Tauchteams "Ecuador" 33 große Blöcke Granit geborgen. Die Maße der Blöcke variert zwischen einem und zweieinhalb Meter Länge und die schwersten wiegen mehr als 1000 kg.

In 2003 und 2004 hat die Israelisch-Marokkanische Künstlerin Yaël Artsi eine Zeitlang mit einer Anzahl der Granitsteine gearbeitet, woraus sechs monumentale Skulpturen entstanden sind. Es war ihre Idee um Skulpturen zu kreieren mit maritimen Elementen, die einen Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte und zusätzlich eine Beziehung zur Insel haben.

Die Skulpturen stehen beim "Lichtje" am Beginn vom Wattenmeerdeich, mit einer wunderschönen Aussicht in Richtung Jachthafen und West-Terschelling.

Brandaris

Der Brandaris. Dieses eindrucksvolle Gebäude datiert aus dem Jahre 1594, das Jahr in dem Willem Barentz seine erste Reise begann. Die Insulaner nennen ihn meistens "de toer" (Turm).

Der Brandaris ist landesweit der älteste Leuchtturm, der noch voll in Gebrauch ist. Das erste Leuchtfeuerhaus auf Terschelling datierte aus 1323. Es war der Vorläufer vom Brandaris, welcher in 1594 in seiner jetzigen Form fertiggestellt wurde. Sein Name wird häufig in Zusammenhang gebracht mit dem Verb "branden" (brennen), weil früher ein echtes Feuer brannte als Richtungsanweisung. Aber allgemein wird angenommen, dass der Name vom Irischen Abt Brandaan (Brendan) abgeleitet ist. Dieser Seereisende wird in vielen Kirchen rund um die Ostsee und an den Küsten von Flandern (B) und der Bretagne vereert und vielfältig abgebildet als Heiliger mit einer brennenden Fackel.

Der Brandaris ist nicht für Besichtigungen zugänglich, aber kann seit einigen Jahren benutzt werden als besonderer Ort um zu heiraten. Der Brandaris ist 24 Stunden am Tag bemannt und dient als Seeverkehrszentrale für das ganze Wattenmeer. Gegenwärtig haben die Leuchtturmwächter viele digitale Hilfsmittel zur Verfügung, aber es vermittelt noch immer ein sicheres Gefühl, dass ein echter Mensch mit Fernrohr den Blick nach draußen richtet. Manche Rettung eines abgetriebenen Surfers ist ihm zu verdanken!

Brandarisplein
West-Terschelling

Ab dem siebzehnten Jahrhundert wurde der Walfischfang eine wichtige Einkommensquelle. Die Kapitäne der Walfangflotten wurden "Commandeurs" genannt. Die imposanten Commandeurshäuser mit ihren hübschen Treppengiebeln erinnern noch an diese Zeit.

Commandeurstraat
West-Terschelling

Cranberryscheune

Mitten im Wald, am Badweg Richtung West aan Zee, steht die "Bessenschuur" (bessen = Cranberrys). Diese Scheune verdankt ihren Namen der Tatsache, dass hier vor vielen Jahren nach der Ernte die Cranberrys gesammelt und sortiert wurden. Vor mehr als 85 Jahren nach original amerikanischen Vorbild gebaut, ist diese Scheune die einzige ursprüngliche Cranberryscheune in Europa. Zur Zeit befindet sich darin ein Cranberrymuseum und zugleich ein Tee- und Kaffeehaus. Geöffnet von April bis November.

Badweg 1
West-Terschelling

Hafen Terschelling

Der Terschellinger Hafen ist die einzige natürliche Bucht der Niederlanden und ist seit Jahrhunderten der Heimathafen der Terschellinger Fischereiflotte. Zu diesem Zeitpunkt umfasst diese eine kleine Anzahl Fischerboote, die hauptsächlich auf Krabbenfang gehen.

Die große Fahrt liegt den Terschellingern noch immer im Blut, viele Terschellinger Männer (und inzwischen auch Frauen) arbeiten noch immer in der Seefahrt. Nicht ohne Grund befindet sich hier die Höhere Seefahrtsschule, welche den Namen des weltberühmten Entdeckungsreisenden Willem Barentz trägt, dessen Wurzeln hier auf der Insel liegen.

Auch die Fährschiffe haben hier im Hafen ihre Liegeplätze. Es ist eine prächtige Ankunft im Hafen, direkt beim Dörfchen West-Terschelling, mit dem Brandaris als strahlender Mittelpunkt.

Seefahrerdenkmal

Terschellingers waren schon seit dem Mittelalter aktiv in der Handelsschifffahrt und gingen auf Entdeckungsreisen. Später fanden viele Arbeit im Walfischfang, auf Kaufmanns- und Passagiersschiffen, im Lotsendienst und bei Schiffsbergungsfirmen. Leider fanden auch viele Seeleute von Terschelling durch die losgebrochenen Naturgewalten ein Seemannsgrab.

Am Rande von West-Terschelling steht deshalb das Seefahrerdenkmal; eine bronzene Skulptur einer Seemannsfrau, die Ausschau hält über die See und vergeblich wartet auf die Rückkehr ihres Mannes oder Sohnes. Es gibt noch immer Terschellingers, die tätig sind bei Bergungen (guusjen) und Rettungen auf See. In der "Kom", dem westlichsten Teil des Hafens von West, können Sie die Bergungs- und Rettungsschiffe liegen sehen.

Willem Barentszkade
West-Terschelling

Waddendijk

Über die ganze Länge von West-Terschelling bis Oosterend wurde ein Fahrradweg angelegt an der Wattenmeerseite des Deichs. Entlang dieses Deichs haben Sie eine prächtige Aussicht über das Watt. An verschiedenen Stellen laden Bänke zum Sitzen ein, zum Genießen und Beobachten, was da alles wächst, blüht, und lebt auf dem Watt. Es gibt mehrere Übergänge über den Deich, die in die Dörfer führen.

Wakend Oog

Das "Wakend Oog" war ein Warteraum für die Fischer, wenn sie bei südlichen Stürmen ihre trockengefallenen Schiffe bewachen mussten. Das ursprüngliche Gebäude war aus Wrackholz gebaut, später wurde es durch den Sohn des Bürgermeisters Pierre Eschauzier von Terschelling neu gebaut aus Backsteinen, möglich um als Freimaurertempel dienen zu können. In und am Gebäude befinden sich einige Freimaurersymbole, wie z.B. das Auge, der Winkel und Zirkel und die am höchsten Punkt befindlichen Pyramiden. Im Gebäude befindet sich nun ein Kaffee.

Torenstraat 2
8881 BJ West-Terschelling
+31562442371

Westerkerk

Die ziemlich geschlossene Saalkirche mit Dachreiter wurde durch Jan Jacobsz. Groot in 1663 gebaut. In 1950 wurde die Kirche vollständig neu ummauert. Der Predigerstuhl mit dazugehöriger hölzerner Abscheidung datiert aus der Bauzeit der Kirche. Die Orgel aus 1892 wurde gebaut durch Johan Frederik Witte. Sie stammt aus der Zuiderkerk in Den Haag und wurde 1977 in der Kirche aufgestellt. Hier befindet sich auch ein Grabstein des ersten Predigers Johan Grevenstein (1669). Die Westerkerk ist ein Staatsmonument.

Torenstraat
West-Terschelling